Wie sind wir eigentlich auf die Idee gekommen zu den Bunaken zu fahren und von unserem eigentlich Plan nach Sumatra weiterzureisen abgekommen? Der Grund war der indonesische Hotelmitarbeiter in Georgetown (Penang), der uns die schönsten Seiten Indonesien im Internet gezeigt hat.
Da wir nicht wissen, wie sich die Unterwasserwelt in den nächsten Jahren entwickeln wird, stand für uns gleich fest. Wir wollen ins Unterwasser- und Inselparadies!
Von Yogyakarta ging es mit Garuda Indonesia (hat übrigens sehr gutes Bordessen) über Jakarta nach Manado in Sulawesi. Wir konnten auf dem Flughafen etwas dazulernen, in Südostasien gibt es scheinbar beim typischen Flughafenablauf einen weiteren Status: „Gate Open“. Dieser Status ist bei uns mit Boarding gleichzusetzen. Kritisch für Europäer wird es, weil auf der Boardkarte eine „Boarding Time“ aufgedruckt ist. Diese Zeit ist jedoch bei uns gleich bedeutend mit „Last Call“ zu verstehen. Fazit: wir waren die letzen an Board, es wurde schon hektisch gewinkt 😛
Der Flug war mit insgesamt 4 Stunden Flugzeit schon irgendwie anstrengend, aber wir hofften dafür belohnt zu werden.Schon die Aussicht aus dem Flieger war vielversprechend, das sind die Bunaken mit eigener Vulkaninsel.
Am Flughafen hatte unser Hotel ein Taxi- und Bootshuttle zu den Bunaken organisiert, sodass wir in den frühen Abendstunden im Hotel angekommen sind. Hier noch ein Bild vom Bootstransfer. Die Sonne war schon am untergehen und wenige Minuten nach unserer Ankunft auf den Bunaken war es bereits dunkel. Leider geht hier in Äquatornähe die Sonne schon immer vor 19 Uhr unter.
Wir bezogen einen Bungalow mit Meerblick. So weit so gut … wäre da nicht die riesige Spinne in unserem Bad gewesen! Die war wirklich sehr riesig! Ich hoffe, Ihr könnt das auf dem Bild erkennen?! Ich fragte Stefan (der saß im Aufenthaltsbereich), ob er mal die Spinne in unserem Bad entfernen könnte. So mutig wie man nach einem Bier ist, war das anfangs auch kein Problem für ihn bis er den unerwünschten Mitbewohner in Farbe gesehen hat. Schnell wurde klar, hier muss ein Profi her. Wir fragten einen Hotelangestellten, ob er für uns die Spinne fangen kann. Geschickt packte dieser die Spinne mit seiner Jacke und transportierte diese nach draußen. Jedoch war da in der Jacke keine Spinne mehr! Hilfe – wo ist die? Jedenfalls nicht mehr im Bad – bloß schnell auf die Toilette. Nach ca. 2 Stunden kehrten wir wieder ins Bad und siehe da – die Spinne ist wieder da! Gleiches Ritual wie vorher, nur dass die Spinne dieses Mal auch in der Jacke war und etwas weiter weggesetzt wurde. Beim Zubettgehen hofften wir morgens nicht die Spinne zu begrüßen und hatten beschlossen in einen anderen Bungalow umzuziehen. Die Spinne hat leuchtende Augen – wer findet sie?
Zufällig entstandenes Video, weil wir das Licht vom Handy brauchten (Bad hatte eine 10 Watt Glühbirne) – sehenswert:
Der neue Bungalow hatte zwar kein Meerblick und auch keine Toilette mit Spülung, war dafür aber etwas heller und spinnenfrei! Nach anfänglicher Skepsis, ob das mit der manuellen Spülung auch funktioniert, fragen wir uns, wozu eigentlich eine Spülung 😉 Das Bad hatte zudem auch kein Waschbecken. Aber keine Bange, es gab ein Loch im Boden – hier konnten wir das Duschwasser (auch den Schaum vom Zähneputzen) gleich auf die Erde plätschern hören.
Die Erde war dementsprechend feucht unter dem Bungalow, was den Hausschweinen sehr gefiel. Zusätzlich gab es hier natürlich viel Schatten.
Um die ganze Insel gab es tolle Schnorchel- und Tauchplätze. Auch das „Hausriff“ war wunderschön und sehr artenreich. Wenn Ebbe war, konnten wir bis zum Riff gehen und dann sozusagen reinspringen. Bei Flut musste man doch schon einige Meter schwimmen um dorthin zu gelangen. Die Unterwasserwelt war einfach klasse! Anemonenfische, Schildkröten (insgesamt haben wir mehrere Schildkröten gesehen, aber die schönste Erfahrung war eine ca. 1 Meter große Schildkröte, die direkt unter uns geschwommen ist – WAHNSINN), Seeschlangen sind nur ein paar wenige Beispiele dafür, was wir gesehen haben!
So sehen wir mit der Schnorchelausrüstung aus 
Wir müssen dazu sagen, dass das Schnorcheln nicht immer so angenehm war. Oft hatten wir es mit Quallen zu tun! Die Bisse taten weh und hinderten uns daran ins Wasser zu gehen. Einmal haben Stefan und ich sogar eine große bläuliche Qualle (Kopfdurchmesser ca. 20-30 cm) gesehen. Ich kann Euch verraten, dass ich noch nie so schnell an Land geschwommen bin. Wir fragten den Tauchlehrer, ob er die Qualle kennt. Leider nein, dazu meinte er noch, dass aktuell eine merkwürdige Strömung herrscht, die unbekannte Tiere „herauf- und heranspült“. Auch im Internet habe ich dieses Tier bis jetzt nicht finden können, vielleicht ein Exemplar aus der Tiefsee?
Bei einer Delfintour haben wir uns gewünscht 500 Delfine zu sehen, denn laut den Einheimischen ist das durchaus möglich. Leider war an diesem Tag der Wellengang sehr hoch und die Delfine schwer zu sehen. Immerhin kamen wir auf max. 5 Delfine, die sich aber auch kaum zeigen wollten. Für mich war es trotzdem eine tolle Erfahrung, da ich zuvor noch keine Delfine in freier Wildbahn erleben durfte. Hier noch einige Bilder von der Tour. Die Sonne war hier so stark, dass ich einen starken Sonnenbrand bekommen habe, daher die längere bedeckte Kleidung. 😉
Während unseres Aufenthaltes war am 17. August auch der 70. Unabhängigkeitstag Indonesiens. Dies sollte natürlich gefeiert werden und so machten wir uns auf in das Dorf, um die Zeremonie anzuschauen. Auf dem unteren Bild seht Ihr das Moped, in welches wir in das Dorf gefahren sind. Auf dem Rückweg war dieses Moped mit 8 Personen (+ Fahrer) gefüllt. 
Die Feier fand auf dem Schulgelände statt. Jungen und Mädchen in Schuluniformen waren neugierig auf die Touristen, wie wir auch neugierig auf die Kinder und den Ablauf der Feier waren. Die Kinder bildeten nach Altersstufen eine Reihe, dahinter durften wir stehen und uns die Zeremonie anschauen.
Auf diesem Bild seht Ihr die indonesische Flagge, die nach einer Ansprache gehisst wurde.
Einmarsch.
Selbst die Klassenzimmer sind in den Farben rot/ weiß geschmückt. Man merkt, dass die Indonesier stolz auf ihr Land sind.
Dieser kleine Racker trieb sich immer bei den Gästen rum.
Dieser Affe lebte auch bei den Angestellten des Hotels. Leider angekettet. Informationen zufolge soll dieser gerettet worden sein und demnächst in ein Auffanglager umziehen.
Ich liebe diese Blüten, die es in verschieden Farben gibt.
Alte Kokusnuss am Strand. Dieses Exemplar ist keine Gefahr mehr für schattensuchende Touristen. Wir meiden Palmen mit Kokusnüssen – die Gefahr, dass eine herunterfallen könnte, ist uns dann doch zu hoch!
Das ist der Blick vom Restaurant/ Aufenthaltsbereich!
Wir blieben insgesamt eine Woche. Die Zeit auf den Bunaken war auch Dank der lieben Menschen eine wunderschöne Zeit, mit denen wir gemeinsam das lokale (super leckere) Essen genossen haben und die Abende bei interessanten Gesprächen verbracht haben.
Achja, das Bier trug zur heiteren Geselligkeit bei und das nicht wenig! Wir mussten eine halbe Million für unsere Bierrechnung zahlen.
Für uns geht es jetzt nach Bali – unser letzter Stopp in Südostasien bis es nach Australien geht und bedeutet sogleich: Die letzten 3 Monate Reisen beginnen.
Macht es gut – Eure Kristin























Wohooo. Was für ne fiese Spinne. Offenbar hat die bereits vor Euch das Zimmer reserviert gehabt
Schöne Bericht mal wieder!
Schon vom ersten Foto dieser Serie war ich beeindruckt.
Viele Grüße Mutti
ihr trifft bestimmt viel australianer in Bali…. Hier ist es gleich Fruhling geworden. Mal sehen ob was in Newcastle los ist wenn ihr vorbei kommt.
Fahrt ihr auch nach Coober Pedy, wenn ihr in Australien seid?