Penang und Langkawi – Unsere letzten Stopps in Malaysia

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Wir nähern uns dem Ende in Malaysia und ein wenig Wehmut macht sich breit. In Malaysia hatten wir viel Spaß, haben sehr verschiedene Orte kennengelernt, viele interessante Menschen getroffen und Malaysia bot uns einen guten Mix aus Kultur, Natur, Strand und Dschungel.

Wie wir die letzten Tage in Penang und Langkawi verbracht haben, erfahrt Ihr jetzt.

Von den Cameron Highlands buchten wir zwei Tickets nach Georgetown in einem Minivan, der Platz für 8 Personen bot. Los ging es morgens um 7 Uhr – das war echt verdammt früh (es war noch neblig und man konnte den Morgentau sehen) . Der Van war wendiger und schneller in den kurvigen Straßen im Vergleich zum Bus, was mein Magen gar nicht mochte. Zum Glück trug die sympathische Reisetruppe dazu bei auf andere Gedanken zu kommen. Und plötzlich verging die Fahrt wie im Flug.

Irgendwie freuten wir uns auf das wärmere Wetter. Da oben in den Highlands war es doch ganz schön kühl. In Georgetown, der Hauptstadt von Penang verbrachten wir 3 Nächte. Die Stadt verzauberte uns mit ihren alten Häusern, bei denen man den britischen Einfluss erkennen kann. So ist auch das unten zusehende Fort Cornwallis eine Hinterlassenschaft aus der Kolonialzeit.

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In Penang stolperten wir von einer Kultur in die andere. So gab es sehr gutes vegetarisches indisches Essen zum Abend (Restaurant Woodland), ein japanisches Festival, eine chinesische Theateraufführung, christliche Einflüsse und der Ruf des Muezzin zum Gebet.

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Das japanische Fest war wirklich sehr sehenswert. Es gab verschiedene Tanzaufführunen und typisch japanisches Essen. Wir wunderten uns zudem warum die Japaner viele Goldfische aus einem Bassin fingen um diese dann wahlweise in sehr kleinen Notaquarien oder Plastikbeuteln den ganzen Abend umherzutragen. Wir fragten eine japanisches Frau aus unserem Hostel, was diese Tradition bedeutet. Sie meinte, dass Japaner diese Goldfische als Haustiere halten. Ich frage mich, ob wohl jeder Goldfisch ein geeignetes Aquarium erhält?

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Diese Veranstaltung hat uns einzig durch die Kostüme beeindruckt. Der Ton war furchtbar. Kommentar Stefan:

Die chinesische Oper zeichnet sich durch einen hinter der Bühne sitzenden Künstler aus, der unablässig zwei Eisenrohre zusammen schlägt, sobald jemand auf der Bühne hin und her läuft, sei es auch nur ein Schritt –  da wird nix vergessen. Nicht das wir chinesisch verstanden hätten, aber selbst beim Sprechen wird weiter hinter der Bühne gelärmt. Zudem war bei dieser Veranstaltung die Tontechnik defekt. Der Tontechniker prüfte, während die Darsteller munter weiter spielen, ständig mit 1-2-3, ob das Micro geht. Der Klassiker Mikro direkt vor die Box halten fehlte auch nicht. Da hätte bei uns schon längst der Künstler das Handtuch geworfen. Damit die Leute beim Zuschauen es nicht zu bequem haben, gibt es natürlich keine Stühle vor der Bühne. Da haben die Mopedfahrer (einige mit laufendem Motor) und die Rollstuhlfahrer den besten Platz. Abgerundet wurde diese Veranstalltung durch die Lokation vor einem Tempel, alle 30 Sekunden wurde ein neuer Räucherstab entzündet, der vom Geruch den typischen malaysischen 17 Uhr Müllverbrennungsfeuer glich. Auf der Haben Seite: die Veranstaltung ist augenscheinlich kostenfrei.

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Diese Kirche hat es in den Blog geschafft, weil es die erste Kirche war, die wir in Asien gesehen haben .

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Hier seht ihr das Denkmal von Sun Yat-sen. Stefan hat eine interessante Einzelführung erhalten und kann ab heute einiges zu dieser Person erzählen. Als Info für Euch: Er war ein chinesischer Revolutionsführer. Er wurde am 1. Januar 1912 erster provisorischer Präsident der Republik China, mit der das 2000-jährige Kaiserreich endete.

Auch sehr interessant war die Besichtigung des Pinang Peranakan Mansion, in welcher wir zufällig gestolpert sind als wir durch die Straßen gingen und der Hitze entfliehen mussten. Der Guide stellte uns die kompletten Räume auf charmant witziger Art vor. Im Haus lebte Hai Kee Chan, ein reicher einflussreicher Mann und „Secret Society Leader“ der Hai San.

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Den anderen Tag liehen wir uns ein Motorbike aus. Immer wieder eine willkommene, wenn auch unbequeme (nach 10 km) Abwechslung. Wir haben uns den Norden der Insel angeschaut und die Strände geprüft. Laut Lonely Planet bietet die Insel keine nennenswerten Strände. Wir fanden den Strand schön anzuschauen, aber die Wasserqualität war leider schlecht.

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Hier seht ihr Straßenkunst vom litauischen Künstler Ernest Zacharevic. Seine Werke anlässlich des Georgetown-Festivals 2012 waren sehr erfolgreich und ein beliebtetes Fotomotiv für Touristen. Typisch, wie ihr auf dem Foto sehen könnt, dass er Gegenstände in seine Werke integriert. Da Bild berichtet vom ehemaligen Kanal, der an dieser Stelle verfüllt wurde. Früher gab es hier viele Friseurläden, die den Haarschnitt direkt im Kanal entsorgten.

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Als kleine Randanekdote: In Penang habe ich Stefan aus Versehen seinen Zehnagel etwas beschädigt. Was wirklich übel auf dem Bild aussieht und auch wirklich sehr geschmerzt hat, ist heute schon wieder geheilt. Jetzt wo ich das Bild hochgeladen habe, frage ich mich, was da weiter hinten auf dem Fuß ist?!

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Nach Georgetown (Penang) ging es auf die Insel Langkawi, wo wir insgesamt 10 Nächte verbracht haben. Warum eine solche lange Zeit? Unser Flug nach Australien ist am 05.September und wir wollten das kostenfreie 30-tägige Visum für Indonesien haben. Uns war der Verwaltungsaufwand für weitere 7 Tage (nach den 30 Tagen) in Indonesien zu groß und hätte sich nicht wirklich gelohnt.

Daher entschieden wir für das ruhige Inselleben. Und hier gab es wirklich nicht viel zu tun: Die Tage begannen mit einem gemütlichen Frühstück, viel Freizeit, in den späteren Nachmittagsstunden Strand und am Abend ging es ins Restaurant. Nichtsdestotrotz haben wir einige tolle Bilder und Informationen für Euch, denn ganz so faul waren wir natürlich nicht. Hier seht Ihr unseren Bungalow mit Hängematte. Trotz einiger ungebetener Gäste wie Gecko und kleine Käfer konnte man es hier gut aushalten. Einzig das offene Abflussrohr haben wir abgedeckt, was sich als klug herausstellte, da unser „Nachbar“ durch sein Abflussrohr ein paar Kakalaken begrüßen durfte.

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Die Katzen lieben es sich auf den Magazinen und Prospekten auszuruhen. Wahrscheinlich weil sie dadurch hin und wieder von den Touristen gestreichelt werden.

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Auf dem folgenden Bild seht Ihr unseren ersten Sonnenuntergang. Leider gab es danach nicht mehr viele Möglichkeiten, da der Himmel oft bewölkt war (keine Angst trotzdem war schönes Wetter, nur eben die Sonne versank nicht direkt im Meer).

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Wo wir schon beim Wetter sind. Die Temperaturen waren wie immer sehr heiß, jedoch gab es zum Ende hin nachts immer wieder starke Regenfälle und Stürme. Man hatte das Gefühl, dass die Regenzeit beginnen musste, jedoch laut Meinung der Einheimischen beginnt diese in der Regel später. Der Regen prasselte so stark auf das einfache Dach des Bungalows, dass ich dadurch immer aufgewacht bin. Stefan schläft immer mit Ohropax.

Eine bekannte Attraktion auf der Insel ist eine Aussichtsplattform, die man mit einer Seilbahn erreicht. Das Besondere ist die steile Fahrt hinauf. Bei guter Sicht kann man Thailand sehen. Wir hatten leider nicht das Glück.

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Wieder unten konnte sich Stefan sich diese Chance nicht entgehen lassen und hat den Altersdurchschnitt etwas angehoben.

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Danach war dieser Ventilator unbedingt notwendig.

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Zum Abendessen wählten wir einen Essensstand mit Blick auf das Meer. Inklusive Kokosnuss – diese war besonders groß und der Inhalt war zu zweit nicht zu schaffen.

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In den nächsten Tagen besuchten wir auch die örtliche und einzige Stadt der Insel Kuah. Hier ist der örtliche Fähranleger. Auch wir sind hier mit der Fähre angekommen. Die Fahrt von Georgetown nach Kuah dauert ungefähr 3 Stunden, die Fähre ist sehr klein, kann aber trotzdem sehr viele Passagiere transportieren und wir waren froh keinen starken Wellengang gehabt zu haben.

Auf dem folgenden Bild seht Ihr das Wahrzeichen von Langkawi. Eine Adlerstatue, die 12 Meter hoch ist. Der Adler soll die Besucher begrüßen, die in Kuah mit der Fähre ankommen.

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Wer findet auf diesem Bild den Fehler? Apropo so nebenbei, wo ich das gelbe T-Shirt von mir sehe. Auch das ist ein Opfer der schlechten Waschsalons geworden und hat jetzt einige Flecken.

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Kurz vor der Abreise buchten wir noch eine Tour durch die Mangroven, die sich als absolut empfehlenswert herausstellte. Zu Beginn kann man den Eindruck bekommen, dass es eine Massenveranstaltung wird, da bestimmt an die 100 Touristen am Meetingpoint versammelt waren. Jedoch hatte dieser Guide (unteres Foto) alles im Griff und verteilte die Menschen mit Witz und Charme in den jeweiligen Booten, die noch nicht mal annähernd voll waren. Wir durften uns glücklich schätzen und uns vom „Big Daddy“ durch die Tour begleiten lassen. Erwähnenswert waren die 3 Franzosen, die wir am Treffpunkt beobachten konnten und sich mit diversen Cremes und Lotionen gegen die Sonne schützten. Später lernten wir diese beim gemeinsamen Essen kennen und erheiterten uns mit kleinen Anekdoten aus Frankreich.

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Die erste Station der Tour war die Fischfarm. Hier habe ich zum ersten Mal einen Rochen mit Fisch gefüttert. Ich war doch ein wenig ängstlich, so mutig wie er auf dem Bild bin ich nicht.

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Zweiter Punkt der Tour waren die Affen. Besonders knuffig war dieses Exemplar – laut Guide ehemaliges Affen-Oberhaupt. Mittlerweile wurde es durch ein stärkeres Männchen abgelöst, nichtsdestotrotz bekommt er von den Guides immer eine extra Portion Obst.

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Mutige Affen sind auf das Boot gesprungen und haben sich die Melone direkt abgeholt.

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Danach ging es zu den Adlern, da fühlt man sich fast wie zu Hause. Nur das hier Adler künstlich angefüttert werden, was in unserem Müritz Nationalpark zum Glück undenkbar wäre.

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Während der Tour wurde einiges über die Mangroven erzählt und gezeigt. Dieses Exemplar lebt zum Beispiel auch hier und ist sehr giftig.

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Letzter Stop war die Fledermaus-Höhle. Gelernt haben wir, dass Fledermäuse mit einem hundeähnlichem Gesicht Früchte fressen und Fledemäuse mit einem schweineähnlichem Gesicht Insekten.

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Unsere Zeit auf Langkawi war wirklich sehr schön. Herzliche Grüße an dieser Stelle gehen an unseren Nachbarn, den wir morgens nicht persönlich auf Wiedersehen sagen konnten und an Alex und seine bezaubernde Freundin, mit denen wir gemeinsam den letzten Abend auf Langkawi verbracht haben.

Ihr dürft auf den nächsten Blog gespannt sein – der kommt aus Jakarta eine total andere Welt in Vergleich zu dieser schönen Insel. Eure Kristin

One thought on “Penang und Langkawi – Unsere letzten Stopps in Malaysia

  1. Vielen Dank für eure Informationen. Wir haben die heißen Tage ( immer 30 ° C ) erstmal überstanden. Ich muss jetzt in die Schule und Finja am Montag auch. Sie hat jetzt das Seepferdchen und ist gespannt auf den neuen Lebensabschnitt. Ansonsten alles normal bei uns, Oma ihr Gedächtnis wird immer schlechter.
    Viel Spaß weiterhin, Vati und Mutti.

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