Australien – Noch mehr Vielfalt zwischen Strand und Bergen

Endlich (!) der zweite Teil unserer Australien Reise. Dieser Blog steckt voller bunter Vögel, großer Spinnen, Kängurus, dunklen Höhlen, dem beliebtem Fraser Island, Dinosaurier, Badewannenenten und dem atemberaubenden Sydney – 5 Minuten Zeit zum Lesen solltet ihr unbedingt mitbringen.

Auf unserem Weg von Airlie Beach Richtung Süden haben wir durch Zufall auf der Yaamba Rest Area gehalten, denn hier darf man kostenfrei mit dem Camper übernachten. Die Rest Area lag direkt am Highway, jedoch konnten wir sehr gut schlafen, da hier nachts nicht viele Autos gefahren sind. Die Besonderheit dieses Platzes waren die vielen bunten, neugierigen Rainbow Papageien – endlich bietet sich ein Verwendungszweck für das australische Brot.

002

003

Auf unserer Reise entlang der Capricorn Cost haben wir uns auch die Capricorn Caves angeschaut. Es handelt sich um eine Kalksteinhöhle, die vor knapp 200 Jahren entdeckt wurde und damals bis zur Brust mit Fledermausausscheidungen gefüllt war. Mittlerweile wurde der Dünger auf den Zuckerrohrplantagen verteilt und Touristen können bequem über Laufstege durch die Höhle laufen.

004

Diese Spinne war nur die Zweitgrößte, die sich sichtbar in der Höhle gezeigt hat.

005

Wer mag darf hier auch Hochzeit feiern, die „Kathedrale“ lässt sich hübsch beleuchten, so dass eine ganz besondere Atmosphäre entsteht. Der erste Besitzer hat die Höhlen und das Land herum für 5 Dollar von der Regierung gekauft, heute sind die Höhlen (nach eigenen Angaben des Betreibers) über 30 Millionen Dollar wert. Der Kauf einer Immobilie lohnt sich in Australien augenscheinlich ganz besonders.

006

Die Höhlen werden über eine schön schauklige Hängebrücke verlassen.

007

Der Zoo von Rockhampten ist kostenfrei und die umliegenden Parkanlagen laden Einheimische, Touristen und Tiere zum Entspannen ein.

008

Am nächsten Tag haben wir die von Susanna und Marcus empfohlene Reise auf die Sandinsel Fraser Island (UNESCO-Weltkulturerbe) unternommen. Auf dem Boot ist es sehr sonnig und kühl – mein Outfit erinnert mich an Mortal Kombat.

009

Kristin friert sichtlich, zum Glück dauert die Überfahrt nur 30 Minuten. Auf dem Island darf nur mit 4WD Autos gefahren werden, das ist bei den Australiern auch sehr beliebt. Während der Überfahrt wurde fleißig Luft aus den Reifen gelassen um besser im Sand fahren zu können.

010

Da in Australien gerade Ferien waren, gab es für uns keine verfügbaren Plätze im Jeep mehr, daher mussten wir auf den Bus zurückgreifen. Diese Tour hat sich als besonders lustig herausgestellt. Wir fuhren in einem LKW mit 40 Plätzen und einem furchtlosem Fahrer. Alle schnallten sich bereits nach den ersten Metern freiwillig an. Unterwegs haben wir viele Jeeps überholt, da sich die Gelegenheitsfahrer weniger trauen und der LKW mehr Schwungmasse für Sandbecken und Äste mitbringt.

011

Die gelben Sandsteinformationen Pinnacles Coloured Sands sind eine der Sehenswürdigkeiten der Insel.

012

Vom Strand konnten wir Wale beim Spielen zu schauen, der Guide meint es wäre eine Bewegung zur Abwehr von Haien.

013

Dieses Boot (Maheno Shipwreck) wurde von Südaustralien nach Japan geschleppt, weil jemand die Schiffsschrauben verkauft hat. Weit gekommen ist die Karawane nicht, jetzt ist das Boot ein weiteres Highlight auf der Insel.

014

Eli Creek – ist ein Süßwasserfluss, der aus dem Inneren der Insel ins Meer fließt. Die Prospekte sehen nach Canoeing aus, vor Ort ist alles etwas ruhiger. Die Kollegen neben mir bemühten sich redlich, sich von den Fluten spülen zu lassen.

015

Am Strand ist Vorsicht angebracht, hier verläuft ein offizieller Highway und Geschwindigkeiten bis 70 KM/h sind erlaubt und werden auch vom Bus gefahren.

016

Hier der Lake Mc Kenzie –  sehr schön weil man durch die unterschiedlichen Abstufungen von Blau durchschwimmen kann.

017

Der Guide behauptet, dass ein solches am Baum wachsendes Nest in Australien bis zu 1000 Dollar wert sei. Vermutlich haben wir das falsch verstanden.

018

Am Folgetag haben wir uns zur Waljagd angemeldet: Die Jagd ist sehr einfach, zuerst legt man jeden Skrupel und Empathie ab. Dann sucht man sich ein unvorsichtiges Waljunges und harpuniert dieses mit einem gezieltem Schuss. Das Junge wird mit dem Seil ans Boot gezogen, die erwachsenen Tiere versuchen das Junge aus Instinkt zu beschützen und kommen so in großen Scharen direkt zum Boot (funktioniert wunderbar bei Haien). In aller Ruhe werden nun alle Elterntiere harpuniert und an Bord zerlegt. Zum Schluss wird noch das Junge ins Boot gezogen und ebenfalls verarbeitet. Am Abend trifft man sich in der Bar zum Seelenlosen Walfänger und begießt die Jagd mit Walschnaps. So was gibt es heute zum Glück natürlich nicht mehr, die Waljagd erfolgt ausdrücklich nur mit der Linse.

019

Kaum an Board bekommt man eine CD mit Walgeräuschen, in Australien sind CD-Spieler noch weitverbreitet. Nicht jeder hatte eine Jacke dabei, wir sind dank der Hamburger Regenjacken perfekt gekleidet.

020

Wer keinen Windbreaker dabei hat, muss schon mal in den Windschatten abtauchen und sich in der Sonne aufwärmen.

021

Auf den Bildern sehen die Wale etwas klein aus, vor Ort sieht man sie deutlich besser auch ein Stück unter Wasser.

022

Heiße Getränke gab es ausreichend. Die Tour hat sich sehr gelohnt, wir haben beide vorher noch keine nennenswerten Wale gesehen.

023_A

Zurück ging es im Bus – Kristin hatte vorn viel Platz.

023_B

Und die bösen Jungs sitzen immer hinten.

023_C

Am nächsten Tag in Noosa wurde mal wieder gegrillt, Australien ist das Land des BBQ. Dank der großen Rinderherden gibt es sehr viel gutes Steak und überall gibt es kostenfreie Grillstationen. Erstaunlich ist wie sauber diese Plätze von den Benutzern hinterlassen werden. In Hamburg gibt es ja auch schon zwei solche Grills, können wir gern weiter ausbauen.

024

Dank der Ferien gab es in Noosa keinen freien Campingplatz mehr für uns, da lacht der Pelikan.

025

Wir sind an einen kleinen See in der Nähe ausgewichen, Stellplatz direkt am Wasser – top.

026

Zudem gab es hier diese riesigen Fledermäuse, die wir schon in Indonesien gesehen haben.

026_A

Jeden Morgen werde ich von meinem Lieblingsfrühaufsteher begrüßt und informiert, dass bereits alle auf dem Campingplatz munter sind.

026_B

Die Glasshouse Mountains – eine Station auf dem Weg zum Australia Zoo.

029

Kurz vorm Australia Zoo. Die Straße wurde von Kamelen versperrt.

029_A

Der Zoo wurde von Steve Irwin gegründet. Das ist der Naturreporter, der vom Stachelrochen ins Herz gestochen wurde und eine Vorliebe für Krokodile hatte. Hier seht Ihr ihn und seine Familie.

030

Im Zoo haben wir ein Tier gefunden, welches vorn und hinten gleich aussieht. Den Namen des Tieres haben wir leider vergessen.

031

Die Australier verstehen es den Zoobesuch mit etwas Action anzureichern.

032

Salzwasserkrokodile dürfen da nicht fehlen.

033

Eine unbekannte Schlange überquert den Weg, das Zoopersonal hat sich sicherheitshalber für eine temporäre Wegsperrung entschlossen. Kurz vorher wurde die Schlange noch von kleinen Kindern mit ihren Handys ganz aus der Nähe fotografiert, die australischen Eltern haben keinen leichten Job.

033_A

Ein Baby-Känguru und seine Mutter.

034

Wer hat hier den schöneren Buckel?

034_A

Den Hype um die Koalas kann ich nicht ganz nachvollziehen, die meiste Zeit schlafen sie und beim gestellten Essen sind sie sehr wählerisch. Hier mal einer der kurz aufgewacht ist.

035

Die Koalas werden zudem den ganzen Tag von begeisterten Damen aus aller Welt gekrault. Ein Koala fasst sich meiner Ansicht nach etwas drahtig an und etwas tiefer wird das Fell fettig.

035_A

Das ist kein dicker Koala sondern ein Wombat.

035_B

Brisbane – hier hört gefühlt der weite Norden auf und der geschäftige Süden beginnt. Plötzlich ist die Stadt voller Banker in Anzügen.

036

Und auf dem Bänken schlummern nun künstliche Kängurus.

037

Vor kurzem gab es eine Aktion zur Rettung der Badewannenente.

038

Zum Mittag einen Döner – da fällt uns auf, dass wir schon sehr lange keinen mehr gegessen haben.

039

Im Rathaus darf jeder der möchte ans Pult des Ministers.

040

Oder wahlweise auch vor den Spiegel.

041

Auf dem Weg zum Surfers Paradies (wo genau dieses anfängt und aufhört lässt sich schwer sagen), die ganze Küste ist seit ein paar hundert Kilometern schon ein perfekter Surfspot. Wir haben unglaublich kleine Kinder beobachtet, wie diese mit einem Mini-Board in die Wellen springen (die x mal größer sind als sie selbst) und die Eltern ganz entspannt am Strand schlafen.

042

Der Leuchtturm von Byron Bay – der Rundgang an der Küste ist ein Must-Do in Ostaustralien. Alle paar Sekunden sieht man einen Wal springen oder Wasser ausspucken. Ab und an konnten wir auch Delfine entdecken.

043

Kristin sucht mich.

044

Noch mehr Strand Richtung Süden auf dem Weg zu McDonald(s) und damit meine ich Kate (Insiderwissen: Kate ist die Austausschülerin, die für ein Jahr bei uns zuhause gelebt hat).

045

Auf dem Weg ein Tempel von indischen Einwanderern, eine Abwechslung in der Architektur.

046

Während der Fahrt fallen viele Sachen aus den oberen Ablagen nach unten, so wird alles gut gemischt. So manches verloren gegangenes Kleidungsstück tauchte so wieder auf.

047

Im Roto House in Port Macquarie – eines der wenigen etwas älteren Dinge, die man anschauen kann. Jetzt aber wirklich auf zu Kate.

048

Auf der „Autobahn“ (keine Angst 110KM/h Limit) bietet die Polizei ein Spezialangebot zum verlängertem Wochenende: Doppelte Punkte bei Vergehen. Hoffentlich liest den Blockeintrag keiner von unseren Polizeientscheidern.

048_AA

Wir wollten natürlich gut poliert bei Kate und Nick auftauchen – go Kristin.

048_AB

Schnell noch ein Eis aus der Tiefkühltruhe gegen die Hitze der Mittagsstunden. Pech gehabt, an dieser Tankstelle gibt es nur Fischköder.

048_AC

Yeah – wir sind zwar verspätet, aber wir haben das Ziel erreicht. Das Haus ist übrigens sehr sehr lang. Gästezimmer und eigenes Bad für Gäste nach fast 30 Tagen Camper eine willkommene Einladung, die wir sehr gern annahmen.

048_AD

Kate und Mick sind schon mal vorgefahren, da heute das große Urban Golf Event im Pub steigt. Wir sollten zum W. Park Hotel fahren und da aus dem Bus aussteigen, dass Park Hotel war etwas kleiner als erwartet.

048_B

Der Pub liegt gleich neben an, beim Urban Golf bekommt jeder Spieler Bälle, einen alten Schläger, ein T- Shirt, eine Map der Löcher und natürlich ein Eistasche für kühles Bier. Kristin bekommt unsere Tasche von Mick feierlich übergeben. Kate und Mick haben eine weitere Tasche voll mit Bier und Apfelbier (Cider) – es gilt ja schließlich 18 Löcher zu spielen.

048_C

Los geht’s. Beim Urban Golf spielt man vom Startpunkt auf einen Eimer mit einer Fahne. Es reicht eine Berührung des Eimers. Die Atmosphäre der Vorstadt ist wirklich etwas besonders.

049

Hier Kristin kurz nach dem Abschlag am 4. Loch. Mehr Bilder konnten wir nicht machen, da wir ja neben dem Schläger immer noch ein Bier halten mussten.

049_A

Die Sieger der Herzen feiern den Tag anschließend im Pub.

049_B

In australischen Pubs ist das Glücksspiel ausdrücklich erlaubt, so läuft meist neben einer Sportveranstaltung Keno (eine Art Bingo). Wir haben hier schon mal ein paar Tipps für Sydney eingesammelt. Die australischen Pubbesucher sind alle ausgesprochen freundlich und hilfsbereit – für uns war das ein richtig toller Abend.

049_BB

Kurz vor dem Heimgehen schnell noch einen Bären jagen…

049_C

…und beim Heimgehen an der Tankstelle noch etwas Fussball schauen.

049_D

Das ist der Hund von Mick und Kate – der kann wirklich sehr gut apportieren.

049_E

Kate wohnt in Newcastle, hier gibt es ein Fort, welches gegen mögliche Goldräuber gebaut und später erweitert wurde. Im zweiten Weltkrieg wurde 1x scharf gegen ein japanisches U-Boot geschossen und nicht getroffen.

050

Der Hafen erinnert uns etwas an Hamburg.

051

Die Wachhäuschen am Fort sind auf 1,90m beschränkt.

052

Einer der Strände in Newcastle, dieser Strand hatte von vielen die wir probiert hatten die größten Wellen um gefahrenlos darin zu schwimmen. Ich hatte hier viel Spaß im Wasser.

052_A

Das Auto kann wie überall in Australien direkt am Strand geparkt werden. Am Abend haben wir mit Kate und Mick Rugby geschaut, mit Liptitz geskyped und das schöne Wochenende ausklingen lassen.

052_B

Am nächsten Morgen ging es weiter in Richtung Sydney, wir haben uns das Weingebiet im Hunter Valley angeschaut. Zufällig gab es eine Driving Range – da haben wir gleich mal unsere Abschlagtechnik verbessert.

053

Kristin hoch konzentriert.

054

Kleines Video – unbedingt reinsehen 🙂

Nächster Stopp Blue Mountains unweit von Sydney. Das Wetter war ausnahmsweise mal nicht so gut, im Regen gedeiht gefährliches Springkraut.

055

Kristin und ein Felsen.

056

Etwas bessere Sicht lässt erahnen, dass es hier sonst noch toller ist.

057

Auf dem Campingplatz ein kleiner Besucher.

058

Essen unter einem Baum schützt vor Regen.

059

Wir sind in Sydney angekommen. Merkwürdiges erstes Bild, aber es ist das erste 🙂

060

Im Hintergrund das Queen Victoria Building, ich schreibe schnell mit Kreide eine Botschaft auf den Platz…

061

062

Im Queenvictoria Building gibt es von England gesponserte Uhren mit eingebautem Schauspiel.

062_A

Die Engländer zeigen ganz direkt was passiert, wenn man nicht macht was bestimmt wurde.

062_B

Hyde Park.

063

Denkmal für Vogelarten, die durch den Ausbau von Sydney ihr Zuhause verloren haben.

064

Obligatorisches Bild vor dem Opera House.

065

und vor der Harbour Bridge.

066

Hier die Brücke mit Menschen, die gerade den Harbour Bridge Walk unternehmen.

067

Feuerwerk im Darling Harbour.

068

Der berühmte Bondie Beach, hier sind wir am Sonntag den großen Strandtrack gelaufen. In Sydney muss man am Sonntag nur 2.5 Dollar pauschal für den öffentlichen Nahverkehr zahlen – wir haben das ausgiebig genutzt.

069

Letzter Abend: schnell noch ein paar Liegestütze und ins Hostel.

072

Und auf dem Weg dahin werden Projekterinnerungen wach.

073

Fazit: Australien gefällt mir extrem gut. Es gibt sehr viel exzellente Natur und Sydney fühlt sich an wie eine europäische Großstadt (wenn auch ohne sehr alte Schlösser).

Der nächste Bericht kommt dann aus Fiji.

Stefan

5 thoughts on “Australien – Noch mehr Vielfalt zwischen Strand und Bergen

  1. Yeah. Sehr anwenderfreundlich. kaum beschwere ich mich, dass wir lange nix gehört haben, folgt der nächste Bericht. Top! Sehr schön geschrieben. Immer auf Preis / Leistung achten, Stefan 😉

  2. Super Reisebericht. Oma hat der Bericht auch gefallen. Vor allem die bunten Vögel fand sie gut.
    Viele Grüße Mutti

  3. Mick und ich waren in Sydney am 17. Oktober – aber westlich von der Stadtmitte. Haben Monstertrucks mit seiner Kindern angeguckt. Muss sogar am Donnerstag in Sydney ubernachten wegen arbeit, weiss nicht ob ihr noch hier bist oder schon im Fiji? Freu mich dass ihr in Australian Spass gehabt 🙂

  4. Hallo ihr beiden,

    sehr, sehr beeindruckende Bilder und Erlebnisse! Erst einmal noch von uns der Hinweis, dass wir sehr erleichtert sind, dass der Quallenkontakt gut ausgegangen ist!
    Danke auch für die Eindrücke aus eurem Camper – sieht sehr gemütlich aus, sogar mit Kommode! 🙂 Wie bekommt euch denn der Linksverkehr und das Rechtssitzen? Gewöhnt euch nicht zu sehr daran, damit die Umstellung nicht zu bösen Überraschungen hier führt 😀
    Das Urban Golf sieht sehr spaßig aus – ihr habt hoffentlich alle Fenster heil gelassen!

    Genießt eure Reise weiterhin so intensiv!

    Viele Grüße aus Hamburg

    Franzi und Micha

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


*