Das wird unser letzter Blogeintrag. Mittlerweile sind wir wieder in Deutschland angekommen, genießen noch etwas Zeit bei unseren Familien bis uns Hamburg wieder zurück hat. Wir freuen uns, dass wir so tolle „Fans“ haben, die uns mit Ihren Kommentaren darin erinnert haben, dass es zuhause doch am Schönsten ist.
… Was soll ich sagen, die USA hat uns mit ihrer Vielfaltigkeit überrascht. Von arm bis reich, von atemberaumber Natur zu gigantischen Metropolen, von hilfsbereiten Einwohnern und Hollywood-Stars. Unser Abschluss der Weltreise war wirklich sehr gelungen.
Der Flug von Fiji nach Los Angeles dauerte etwas über 10 Stunden. Die Maschine konnte leider aufgrund technischer Probleme nicht rechtzeitig starten und so mussten wir uns auf dem langweiligsten Flughafen, den wir kennen, die Zeit absitzen (es gab noch nicht einmal Steckdosen, jedoch immerhin Essensgutscheine). Nach der zweiten Durchsage kam die Durchsage, es war 22 Uhr abends – die Lautsprecher knacken, es meldete sich eine Männerstimme mit folgender Nachricht für alle: Sehr geehrte Damen und Herren, wir entschuldigen uns im Namen von Fiji Airlines für die Verspätung…. blablabla…… Die neue Abflugzeit ist …. Pause …. Blätter rascheln durch die Lautsprecher …. Die neue Abflugzeit ist ….Pause ….. 11……. Pause ……. 59. Der Herr am anderen Ende verstand es Spannung auzubauen. Da unsere Maschine die Letzte an diesem Abend war, war es auch leicht zu überschauen, welcher Fluggast wohin fliegt. So starteten wir an einem Montag kurz nach Mitternacht und landeten an einem Sonntagnachmittag. Wir überflogen die Datumsgrenze. Das erste Mal für uns beide.
Wir hatten uns ein Auto für die USA gemietet, da hier so weite Strecken zurückgelegt werden müssen. Natürlich sind wir so auch flexibel, da wir noch keinen wirklichen Plan hatten. Ach ja, auch weil es typisch für die amerikanische Kultur ist. Hier macht man alles mit dem Auto 🙂
Die Ankunt in unserem Motel in einem mexikanisch/spanisch geprägtem Stadteil war irgendwie wie aus einem CSI Streifen. Wir erreichten unser Motel, wo uns der Besitzer hinter Panzerglas begrüßte und einige Häuser weiter die Feuerwehr und Krankenwagen mit großem Aufgebot agierte. Die Liege für Verletzte durfte auch nicht fehlen. Die Sirenen hört man stündlich. Wir hatten das Gefühl lieber nachts nicht mehr auf die Straße zu gehen. Wir haben es trotzdem getan, schließlich hatten wir Hunger. Das Motel war ganz schön und recht ruhig, dadurch dass es eine Art Innenhof gab. Das war sehr gut, weil wir zum ersten Mal spürbaren Jetlag hatten und leider hat sich das auch etwa eine Woche in die Länge gezogen. So vertrödelten wir die ersten beiden Tage in Los Angeles mit schlafen, Wasche waschen
und im Stau stehen. Der Verkehr ist ein wirkliches Problem in den amerikanischen Großstädten. Ich behaupte, Hamburg ist dazu im Vergleich super!
Was soll ich sagen, der Hollywood-Hype hat uns nicht kalt gelassen. So machten wir uns an unserem zweiten Abend in Los Angeles auf, um uns den Walk of Fame anzuschauen. Wie man erahnen kann, wurden wir jedoch durch eine Filmpremiere überrascht, überall standen Promijäger und Fotografen im Weg. Uns ließ es eine Weile kalt, von dem Film hatten wir noch nichts gehört und so versuchten wir trotz der Menge einige Sterne zu sichten.
Dann wurde es plötzlich sehr laut, der erste Star wurde gesichtet. Ich fragte eine Frau, um welchen Star es sich hier handelt und sie meinte Sandra Bullock. Ich war erschrocken, das sollte Sandra Bullock sein? Ist sie auch ein Opfer der kosmetischen Chirugie? Ich wandte mich von der Masse ab, und plötzlich habe ich die wirkliche Sandra Bullock gesehen. Ich versuchte einen Platz in der ersten Reihe zu ergattern. Dieser war leider sehr weit hinten und ich hoffte, dass Sandra nicht umdreht. Dann kam sie immer näher und war nicht mehr als einen Meter von mir entfernt. Das Foto, welches ihr hier seht, hat Stefan geschossen. Durch seine Größe ist es nicht nötig in der ersten Reihe zu stehen 🙂
Nach diesem Event schlenderten wir noch durch einige Geschäfte.
Am darauffolgenden Tag haben wir Los Angeles schon verlassen. Wir haben den Tipp bekommen, Las Vegas unter der Woche zu besuchen und so machten wir uns auf den Weg, allerdings nicht ohne hier einen Stop zu machen.
In Las Vegas gönnten wir uns ein Zimmer im bekannten Flamingo mit hauseigenem Casino. Das Hotel ist riesig, wir brauchten im Schnitt 10 Minuten von unserem Zimmer bis in die Lobby.
Wir haben die schönsten und bekanntesten Casinos besucht. Hier seht Ihr das Bellagio.
Ne Idee für den eigenen Garten.
Hier spielt sich Stefan langsam warm.
Eine beeindruckende Wassershow des Bellagio.
Hilfe!!!
Wir haben so viel gewonnen, dass wir nur eine Nacht in Las Vegas bleiben durften. Nicht schlimm, denn es lockten noch ganz andere Sehenswürdigkeiten.
Hier seht Ihr den Hoover Dam. Nur 20 Minuten entfernt von Las Vegas und James Bond ist hier schon runtergelaufen.
Dann ging es zum South Rim des Grand Canyon. Diese Aussicht werde ich wohl nicht mehr vergessen. Hier bleibt einem kurz die Luft weg. Das Wetter war gemischt (Regen, Sonne, Schnee) – daher war die Sicht nicht ganz so gut. Da gerade Wintersaison ist, sind nicht alle Restaurants, Hotels und Geschäfte geöffnet. Ich fande das sehr gut, es ist nicht so überlaufen mit Touristen.
Diese kleinen Nager sehen so niedlich aus, leider eine Plage.
Das Foto hier war wirklich gefährlich und wird das letzte sein um Stefan nicht unnötig zu waghalzigen Aktionen zu motivieren. Die umstehenden Touristen haben alle die Luft angehalten und sich maximal 1 m vor die letzte Spitze getraut.
Wenn es nicht ganz so tief ist, traue ich mich auch an die Kante.
Es hat ab und zu leicht geregnet, so dass sich immer mal wieder ein Regenbogen gebildet hat.
Zu schön ich muss einfach noch eines machen.
Am Abend ist die Temperatur plötzlich gefallen und es hat angefangen zu schneien.
Wir übernachteten in Page – eine Stadt, in der überall eine miserable Internetverbindung existiert. Wir wurden an der Motelrezeption darauf aufmerksam gemacht und es gab sogar einen Zeitungsartikel dazu. Egal Page und Umgebung bot uns zwei besondere Attraktionen. Einmal den Horseshoe Bend:
Und den Upper Antelope Canyon. Für den Canyon mussten wir eine geführte Tour buchen, da dies indianisches Land ist. Bevor wir in einem Jeep stiegen und eine wackelige Fahrt auf uns wartete, gab es eine indianische Tanzdarbietung. Der Canyon ist eigentlich gar nicht so beeindruckend, aber die Bilder und Videos.
Dies war ganz versteckt – wahrscheinlich sind wir die ersten, die dieses Bild gesehen haben.
Wenn es regnet, füllt sich dieser bis zu 12 m hohe Canyon komplett mit Wasser.
Das ist das Auge eines Tigers.
Ich finde, dass ich die Jacke heute gut auf das Programm abgestimmt habe.
Wir hatten noch beschlossen, den North Rim des Grand Canyon zu besichten. Wir wurden mit einer wunderbaren Aussicht, Sonnenschein und bunt gefärbten Blättern belohnt. Am Horizont sieht man die Südkante, hier waren wir vor zwei Tagen.
Zwischen den Nationalparks lagen oft mehrere Stunden Fahrzeit. Oft haben wir in kleinen Orten übernacht und sind dann weiter gefahren. Wir haben meist in sehr schönen Motels mit Landstileinrichtung übernachtet, andere Motels zeichneten sich dadurch aus, dass die Heizung sehr laut war und wir uns nachts zwischen Lärm oder Kälte entscheiden mussten.
Eine Nacht haben wir auf dem Rückweg vom Grand Canyon noch in Las Vegas geschlafen. Hier hat ein lustiger Passant einfach diesen gut von der Straße erreichbaren Brandmelder betätigt und so ein spontanes Meeting aller Hotelgäste in der Nähe der Rezeption einberufen.
Die Feuerwehrleute kamen gut beleuchtet und haben sich ausschließlich um den Rauchmelder gekümmert, es gab zum Bedauern der versammelten Damen keine Showeinlage.
Während der Fahrt durch Nevada und Arizona sieht man mitten in der Wüste immer wieder rießige Ansammlungen von Kriegsgerät. Jede Menge Material um es in der Welt zu verteilen. In der USA selbst hat man bekanntlich in den letzen 100 Jahren nicht so viele Panzer benötigt. Besonders skurril für uns, die Menschen am Straßenrand jubeln den Soldaten zu und diese hupen gern zurück. Augenscheinlich freut man sich über möglichst viele Soldaten.
Um nicht zu lang zu fahren, haben wir uns beim Yosemite Nationalpark für eine Übernachtung im Zelt entschieden. Für November, schon etwas kühl, aber wir hatten eine Heizung.
Vor dem Zelt seht Ihr eine Box, wo alle Lebensmittel verstaut werden müssen. Sonst kommen die Bären ins Zelt 🙂 Es waren auch sonst noch beachtlich viele Apple Fans unterwegs.
Ich kam mir vor wie bei der Bundeswehr. Die Decken waren nicht kuschelig.
Und wenn man die endlos langen Reihen von Zelten sieht, weiß man – Yosemite ist Applenutzer Wallfahrtsort (Appleinsiderwitz).
Leider konnten wir nur einen Tag, den Ankunftstag für eine Besichtigung des Parks nutzen, da es am nächsten Tag so stark geregnet hat, dass alles komplett unter Wasser stand.
Hier folgen die Schön-Wetter-Fotos. Das ist der Half Dome.
Mein morgendliches 55 Minuten Workout diesmal im Yosemite, ab Minute 35 werde ich etwas langsamer.
Abends kurz bevor die Sonne untergeht ist es besonders ruhig und die Natur sehr schön.
Ich habe einen Raben fotographiert.
Der Stamm war etwas schwach für mich, schließlich esse ich seit über 1 Woche US-amerikanische Gerichte.
Kurzer Stopp auf dem Weg nach San Francisco. Cowboy-Museum in Oakdale.
Ich war schon gespannt auf San Francisco. Der Hype ist doch ziemlich groß. Wir hatten erstmal mit dem Verkehr zu kämpfen und dann mit den vielen Einbahnstraßen. Bis wir unser Hotel mitten in Downtown erreichten, verging schon etwas Zeit. Unser erster Eindruck: Wow! Wahnsinnig viele Obdachlose leben hier. Zweiter Eindruck: Wow! Wahnsinnig viele wahnsinnige Obdachlose leben hier. Gott sei Dank wurden wir nicht angesprochen, aber der Anblick von Menschen, die auf der Straße liegen und in die Hosen gemacht haben, ist befremdlich.
Hier seht Ihr die Townhall.
Weihnachten bei Sonnenschein und warmen Temperaturen ist nichts für mich.
In San Francisco muss man die vielen Berge bei der Routenplanung berücksichtigen. Die Temperaturen schwankten an diesem Tag zwischen sehr heiß (bergauf) und kühl (bergab).
Hier leider bergauf.
Von der Golden Gate Bridge haben wir wohl zuviele Bilder.
und natürlich noch ein kurzweiliges Video
Eine Fahrt mit der Cable Car darf nicht fehlen. Meine Meinung: Ich würde es nicht noch einmal machen. Lange Wartezeiten, überfüllte Wagen und viel sehen konnten wir bei einem schlechten Platz auch nicht. Trotzdem: Ein Mal muss es sein – schließlich kommt diese Bahn in vielen Action Filmen vor.
Das ist der Alamo Square. Hier stehen noch alte viktorianische Häuser. Die Häuser, die Ihr auf dem Bild steht, ist eine der meist fotografierten Wohnstraßen Amerikas. Skurrile Anekdote zu diesem Bild: Auf dem Weg dorthin wurden wir von einer älteren Dame in lila-farbener Kleidung angesprochen und gewarnt, dass in diesem Stadtviertel vor einigen Tagen eine Schießerei war und wir sofort in den Bus steigen und die Gegend verlassen sollen. Wir waren irritiert. Hier?! Später habe ich diese Dame in Downtown gesehen und war allem Anschein eine verwirrte Obdachlose.
Ein Besuch von Alcatraz durfte natürlich nicht fehlen. Mit einem Audio-Guide wurde man durch das Gefängnis geführt. Die berühmte Geschichte des Gefängnisses war sehr beeindruckend und durch das Ambiente konnte man sich vieles sehr gut vorstellen. Diese Tour kann ich nur empfehlen (trotz der vielen Touristen).
Einer der freundlichen Häftlinge.
Wo ist Al Capone?
Gefangener 1, bitte geben Sie das Handy sofort der Wache!
Ein zufällig aufgestelltes Herz und die Gefängnisinsel im Hintergrund.
San Francisco hat einen unheimlich hohen Freizeitwert (sofern man Downtown meidet), es gibt jede Menge zu tun. Wir waren an einem Donnerstagabend in einem Experimentiermuseum und konnten in 4h vielleicht die Hälfte der Experimente durchführen. Für alle Nordlichter – so ähnlich wie das Universum in Bremen, nur viel größer. Für alle aus dem schönen Süden – so ähnlich wie das deutsche Museum, nur 15 Jahre aktueller und interaktiver.
So würde Stefan aussehen, wenn er zwei linke oder zwei rechte Gesichtshälften hätte.
Wir beide dürfen wie beim Fahrrad treten und diverse Stromverbraucher lassen sich zuschalten, entsprechend erhöht sich der Widerstand.
Ein Professor für Physik hat einen Vortrag über unheimlich große und kleine Dinge gehalten und präsentiert hier das Wachstum der verschiedenen Gozillas über die Zeit. Fazit: die meißten Gozillas hat es nie gegeben, da das jeweilige Skelett das Gewicht nicht getragen hätte. Ach ja und in der USA darf man im Museum Bier trinken – draußen dafür nicht – verrückt.
Und schließlich habe ich versucht nach Hause zu telefonieren.
Das waren unsere beiden wichtigsten Produkte in San Francisco. Wir haben in einem Budget Hotel mit geteiltem Badezimmer gewohnt. Das ist nach der langen Reise für uns nicht mehr schlimm. Allerdings war das Hotel in Downtown und entsprechende Mitbürger haben die Bäder mitgenutzt. Details können wir mal beim Essen besprechen 😉
Von San Francisco ging es dann noch einmal mit dem Auto nach Los Angeles. Wir haben noch 3 Tage bis zu unserem Abflug nach Hause (und Lufthansa streikt – dazu später mehr). Wir sind den bekannten Highway 1, direkt an der Küste entlang gefahren.
Es gab unheimlich viele schöne Ausblicke und am interessantesten waren diese Robben. Bis auf 5 m durfte der Tourist sich nähern.
Mittagsruhe:
Wir haben Los Angeles erreicht und nur noch eine Nacht trennt uns von zuhause. Wir buchten bei Lufthansa. Da Stefan in Leipzig landen wollte und ich in Hamburg hatten wir zwei separate Buchungen. Plan war es gemeinsam von Los Angeles nach Frankfurt zu fliegen. Schon allein die Geschichte dies via Flugmeilen zu buchen würde eine Seite einnehmen.
Den Abend vor dem Abflug schaute ich in den Fluginformationen, der Flug wurde storniert. War ja klar! Ich möchte jetzt aber nach Hause! Ich war schon so darauf eingestellt, endlich nach Hause zu fliegen, dass ich die Reise nicht mehr verlängern wollte (schließlich neigte sich auch die saubere Wäsche dem Ende). Daraufhin schauten wir in das Online-Portal der Lufthansa, vielleicht können wir ja umbuchen auf eine andere Airline. Aber siehe da – Lufthansa hat schon ganze Arbeit geleistet und andere Flüge für uns gebucht. Jetzt geht es zwar 4 Stunden später los, aber besser als gar nicht. Weiterer Wermutstropen war, dass Stefan mit Air France über Paris – Düsseldorf – Dresden fliegt und ich mit American Airlines über London und dann Hamburg.
Als wir dann gutgelaunt…
…am Flughafen waren, gab es Probleme, die dann noch eine Stunde Arbeit für das Lufthansa-Bodenpersonal bedeuteten. Vor unserer Reise wären wir in der Situation sicher unruhiger gewesen, mittlerweile: 100% Ruhepuls. Irgendwann nach einigen Korrekturen hielten Stefan und ich schließlich unsere Bordkarten in den Händen!
Das war es von dieser Reise – wer am 08.12. in Hamburg ist, wir treffen uns zum Glühweintrinken auf dem Jungfernstieg, dann gibt es noch mehr spannende Geschichten – Kristin&Stefan


















































































Tolle Bilder… Ach und Stefan… Das Risiko hat sich gelohnt… Daumen hoch für das tolle Foto am Grand Canyon
Supergeil. Habt genau die Highlights mitgenommen!!!