Endlich (!) der zweite Teil unserer Australien Reise. Dieser Blog steckt voller bunter Vögel, großer Spinnen, Kängurus, dunklen Höhlen, dem beliebtem Fraser Island, Dinosaurier, Badewannenenten und dem atemberaubenden Sydney – 5 Minuten Zeit zum Lesen solltet ihr unbedingt mitbringen.
Auf unserem Weg von Airlie Beach Richtung Süden haben wir durch Zufall auf der Yaamba Rest Area gehalten, denn hier darf man kostenfrei mit dem Camper übernachten. Die Rest Area lag direkt am Highway, jedoch konnten wir sehr gut schlafen, da hier nachts nicht viele Autos gefahren sind. Die Besonderheit dieses Platzes waren die vielen bunten, neugierigen Rainbow Papageien – endlich bietet sich ein Verwendungszweck für das australische Brot.
Auf unserer Reise entlang der Capricorn Cost haben wir uns auch die Capricorn Caves angeschaut. Es handelt sich um eine Kalksteinhöhle, die vor knapp 200 Jahren entdeckt wurde und damals bis zur Brust mit Fledermausausscheidungen gefüllt war. Mittlerweile wurde der Dünger auf den Zuckerrohrplantagen verteilt und Touristen können bequem über Laufstege durch die Höhle laufen.
Diese Spinne war nur die Zweitgrößte, die sich sichtbar in der Höhle gezeigt hat.
Wer mag darf hier auch Hochzeit feiern, die „Kathedrale“ lässt sich hübsch beleuchten, so dass eine ganz besondere Atmosphäre entsteht. Der erste Besitzer hat die Höhlen und das Land herum für 5 Dollar von der Regierung gekauft, heute sind die Höhlen (nach eigenen Angaben des Betreibers) über 30 Millionen Dollar wert. Der Kauf einer Immobilie lohnt sich in Australien augenscheinlich ganz besonders.
Die Höhlen werden über eine schön schauklige Hängebrücke verlassen.
Der Zoo von Rockhampten ist kostenfrei und die umliegenden Parkanlagen laden Einheimische, Touristen und Tiere zum Entspannen ein.
Am nächsten Tag haben wir die von Susanna und Marcus empfohlene Reise auf die Sandinsel Fraser Island (UNESCO-Weltkulturerbe) unternommen. Auf dem Boot ist es sehr sonnig und kühl – mein Outfit erinnert mich an Mortal Kombat.
Kristin friert sichtlich, zum Glück dauert die Überfahrt nur 30 Minuten. Auf dem Island darf nur mit 4WD Autos gefahren werden, das ist bei den Australiern auch sehr beliebt. Während der Überfahrt wurde fleißig Luft aus den Reifen gelassen um besser im Sand fahren zu können.
Da in Australien gerade Ferien waren, gab es für uns keine verfügbaren Plätze im Jeep mehr, daher mussten wir auf den Bus zurückgreifen. Diese Tour hat sich als besonders lustig herausgestellt. Wir fuhren in einem LKW mit 40 Plätzen und einem furchtlosem Fahrer. Alle schnallten sich bereits nach den ersten Metern freiwillig an. Unterwegs haben wir viele Jeeps überholt, da sich die Gelegenheitsfahrer weniger trauen und der LKW mehr Schwungmasse für Sandbecken und Äste mitbringt.
Die gelben Sandsteinformationen Pinnacles Coloured Sands sind eine der Sehenswürdigkeiten der Insel.
Vom Strand konnten wir Wale beim Spielen zu schauen, der Guide meint es wäre eine Bewegung zur Abwehr von Haien.
Dieses Boot (Maheno Shipwreck) wurde von Südaustralien nach Japan geschleppt, weil jemand die Schiffsschrauben verkauft hat. Weit gekommen ist die Karawane nicht, jetzt ist das Boot ein weiteres Highlight auf der Insel.
Eli Creek – ist ein Süßwasserfluss, der aus dem Inneren der Insel ins Meer fließt. Die Prospekte sehen nach Canoeing aus, vor Ort ist alles etwas ruhiger. Die Kollegen neben mir bemühten sich redlich, sich von den Fluten spülen zu lassen.
Am Strand ist Vorsicht angebracht, hier verläuft ein offizieller Highway und Geschwindigkeiten bis 70 KM/h sind erlaubt und werden auch vom Bus gefahren.
Hier der Lake Mc Kenzie – sehr schön weil man durch die unterschiedlichen Abstufungen von Blau durchschwimmen kann.
Der Guide behauptet, dass ein solches am Baum wachsendes Nest in Australien bis zu 1000 Dollar wert sei. Vermutlich haben wir das falsch verstanden.
Am Folgetag haben wir uns zur Waljagd angemeldet: Die Jagd ist sehr einfach, zuerst legt man jeden Skrupel und Empathie ab. Dann sucht man sich ein unvorsichtiges Waljunges und harpuniert dieses mit einem gezieltem Schuss. Das Junge wird mit dem Seil ans Boot gezogen, die erwachsenen Tiere versuchen das Junge aus Instinkt zu beschützen und kommen so in großen Scharen direkt zum Boot (funktioniert wunderbar bei Haien). In aller Ruhe werden nun alle Elterntiere harpuniert und an Bord zerlegt. Zum Schluss wird noch das Junge ins Boot gezogen und ebenfalls verarbeitet. Am Abend trifft man sich in der Bar zum Seelenlosen Walfänger und begießt die Jagd mit Walschnaps. So was gibt es heute zum Glück natürlich nicht mehr, die Waljagd erfolgt ausdrücklich nur mit der Linse.
Kaum an Board bekommt man eine CD mit Walgeräuschen, in Australien sind CD-Spieler noch weitverbreitet. Nicht jeder hatte eine Jacke dabei, wir sind dank der Hamburger Regenjacken perfekt gekleidet.
Wer keinen Windbreaker dabei hat, muss schon mal in den Windschatten abtauchen und sich in der Sonne aufwärmen.
Auf den Bildern sehen die Wale etwas klein aus, vor Ort sieht man sie deutlich besser auch ein Stück unter Wasser.
Heiße Getränke gab es ausreichend. Die Tour hat sich sehr gelohnt, wir haben beide vorher noch keine nennenswerten Wale gesehen.
Zurück ging es im Bus – Kristin hatte vorn viel Platz.
Und die bösen Jungs sitzen immer hinten.
Am nächsten Tag in Noosa wurde mal wieder gegrillt, Australien ist das Land des BBQ. Dank der großen Rinderherden gibt es sehr viel gutes Steak und überall gibt es kostenfreie Grillstationen. Erstaunlich ist wie sauber diese Plätze von den Benutzern hinterlassen werden. In Hamburg gibt es ja auch schon zwei solche Grills, können wir gern weiter ausbauen.
Dank der Ferien gab es in Noosa keinen freien Campingplatz mehr für uns, da lacht der Pelikan.
Wir sind an einen kleinen See in der Nähe ausgewichen, Stellplatz direkt am Wasser – top.
Zudem gab es hier diese riesigen Fledermäuse, die wir schon in Indonesien gesehen haben.
Jeden Morgen werde ich von meinem Lieblingsfrühaufsteher begrüßt und informiert, dass bereits alle auf dem Campingplatz munter sind.
Die Glasshouse Mountains – eine Station auf dem Weg zum Australia Zoo.
Kurz vorm Australia Zoo. Die Straße wurde von Kamelen versperrt.
Der Zoo wurde von Steve Irwin gegründet. Das ist der Naturreporter, der vom Stachelrochen ins Herz gestochen wurde und eine Vorliebe für Krokodile hatte. Hier seht Ihr ihn und seine Familie.
Im Zoo haben wir ein Tier gefunden, welches vorn und hinten gleich aussieht. Den Namen des Tieres haben wir leider vergessen.
Die Australier verstehen es den Zoobesuch mit etwas Action anzureichern.
Salzwasserkrokodile dürfen da nicht fehlen.
Eine unbekannte Schlange überquert den Weg, das Zoopersonal hat sich sicherheitshalber für eine temporäre Wegsperrung entschlossen. Kurz vorher wurde die Schlange noch von kleinen Kindern mit ihren Handys ganz aus der Nähe fotografiert, die australischen Eltern haben keinen leichten Job.
Ein Baby-Känguru und seine Mutter.
Wer hat hier den schöneren Buckel?
Den Hype um die Koalas kann ich nicht ganz nachvollziehen, die meiste Zeit schlafen sie und beim gestellten Essen sind sie sehr wählerisch. Hier mal einer der kurz aufgewacht ist.
Die Koalas werden zudem den ganzen Tag von begeisterten Damen aus aller Welt gekrault. Ein Koala fasst sich meiner Ansicht nach etwas drahtig an und etwas tiefer wird das Fell fettig.
Das ist kein dicker Koala sondern ein Wombat.
Brisbane – hier hört gefühlt der weite Norden auf und der geschäftige Süden beginnt. Plötzlich ist die Stadt voller Banker in Anzügen.
Und auf dem Bänken schlummern nun künstliche Kängurus.
Vor kurzem gab es eine Aktion zur Rettung der Badewannenente.
Zum Mittag einen Döner – da fällt uns auf, dass wir schon sehr lange keinen mehr gegessen haben.
Im Rathaus darf jeder der möchte ans Pult des Ministers.
Oder wahlweise auch vor den Spiegel.
Auf dem Weg zum Surfers Paradies (wo genau dieses anfängt und aufhört lässt sich schwer sagen), die ganze Küste ist seit ein paar hundert Kilometern schon ein perfekter Surfspot. Wir haben unglaublich kleine Kinder beobachtet, wie diese mit einem Mini-Board in die Wellen springen (die x mal größer sind als sie selbst) und die Eltern ganz entspannt am Strand schlafen.
Der Leuchtturm von Byron Bay – der Rundgang an der Küste ist ein Must-Do in Ostaustralien. Alle paar Sekunden sieht man einen Wal springen oder Wasser ausspucken. Ab und an konnten wir auch Delfine entdecken.
Kristin sucht mich.
Noch mehr Strand Richtung Süden auf dem Weg zu McDonald(s) und damit meine ich Kate (Insiderwissen: Kate ist die Austausschülerin, die für ein Jahr bei uns zuhause gelebt hat).
Auf dem Weg ein Tempel von indischen Einwanderern, eine Abwechslung in der Architektur.
Während der Fahrt fallen viele Sachen aus den oberen Ablagen nach unten, so wird alles gut gemischt. So manches verloren gegangenes Kleidungsstück tauchte so wieder auf.
Im Roto House in Port Macquarie – eines der wenigen etwas älteren Dinge, die man anschauen kann. Jetzt aber wirklich auf zu Kate.
Auf der „Autobahn“ (keine Angst 110KM/h Limit) bietet die Polizei ein Spezialangebot zum verlängertem Wochenende: Doppelte Punkte bei Vergehen. Hoffentlich liest den Blockeintrag keiner von unseren Polizeientscheidern.
Wir wollten natürlich gut poliert bei Kate und Nick auftauchen – go Kristin.
Schnell noch ein Eis aus der Tiefkühltruhe gegen die Hitze der Mittagsstunden. Pech gehabt, an dieser Tankstelle gibt es nur Fischköder.
Yeah – wir sind zwar verspätet, aber wir haben das Ziel erreicht. Das Haus ist übrigens sehr sehr lang. Gästezimmer und eigenes Bad für Gäste nach fast 30 Tagen Camper eine willkommene Einladung, die wir sehr gern annahmen.
Kate und Mick sind schon mal vorgefahren, da heute das große Urban Golf Event im Pub steigt. Wir sollten zum W. Park Hotel fahren und da aus dem Bus aussteigen, dass Park Hotel war etwas kleiner als erwartet.
Der Pub liegt gleich neben an, beim Urban Golf bekommt jeder Spieler Bälle, einen alten Schläger, ein T- Shirt, eine Map der Löcher und natürlich ein Eistasche für kühles Bier. Kristin bekommt unsere Tasche von Mick feierlich übergeben. Kate und Mick haben eine weitere Tasche voll mit Bier und Apfelbier (Cider) – es gilt ja schließlich 18 Löcher zu spielen.
Los geht’s. Beim Urban Golf spielt man vom Startpunkt auf einen Eimer mit einer Fahne. Es reicht eine Berührung des Eimers. Die Atmosphäre der Vorstadt ist wirklich etwas besonders.
Hier Kristin kurz nach dem Abschlag am 4. Loch. Mehr Bilder konnten wir nicht machen, da wir ja neben dem Schläger immer noch ein Bier halten mussten.
Die Sieger der Herzen feiern den Tag anschließend im Pub.
In australischen Pubs ist das Glücksspiel ausdrücklich erlaubt, so läuft meist neben einer Sportveranstaltung Keno (eine Art Bingo). Wir haben hier schon mal ein paar Tipps für Sydney eingesammelt. Die australischen Pubbesucher sind alle ausgesprochen freundlich und hilfsbereit – für uns war das ein richtig toller Abend.
Kurz vor dem Heimgehen schnell noch einen Bären jagen…
…und beim Heimgehen an der Tankstelle noch etwas Fussball schauen.
Das ist der Hund von Mick und Kate – der kann wirklich sehr gut apportieren.
Kate wohnt in Newcastle, hier gibt es ein Fort, welches gegen mögliche Goldräuber gebaut und später erweitert wurde. Im zweiten Weltkrieg wurde 1x scharf gegen ein japanisches U-Boot geschossen und nicht getroffen.
Der Hafen erinnert uns etwas an Hamburg.
Die Wachhäuschen am Fort sind auf 1,90m beschränkt.
Einer der Strände in Newcastle, dieser Strand hatte von vielen die wir probiert hatten die größten Wellen um gefahrenlos darin zu schwimmen. Ich hatte hier viel Spaß im Wasser.
Das Auto kann wie überall in Australien direkt am Strand geparkt werden. Am Abend haben wir mit Kate und Mick Rugby geschaut, mit Liptitz geskyped und das schöne Wochenende ausklingen lassen.
Am nächsten Morgen ging es weiter in Richtung Sydney, wir haben uns das Weingebiet im Hunter Valley angeschaut. Zufällig gab es eine Driving Range – da haben wir gleich mal unsere Abschlagtechnik verbessert.
Kristin hoch konzentriert.
Kleines Video – unbedingt reinsehen 🙂
Nächster Stopp Blue Mountains unweit von Sydney. Das Wetter war ausnahmsweise mal nicht so gut, im Regen gedeiht gefährliches Springkraut.
Kristin und ein Felsen.
Etwas bessere Sicht lässt erahnen, dass es hier sonst noch toller ist.
Auf dem Campingplatz ein kleiner Besucher.
Essen unter einem Baum schützt vor Regen.
Wir sind in Sydney angekommen. Merkwürdiges erstes Bild, aber es ist das erste 🙂
Im Hintergrund das Queen Victoria Building, ich schreibe schnell mit Kreide eine Botschaft auf den Platz…
…
Im Queenvictoria Building gibt es von England gesponserte Uhren mit eingebautem Schauspiel.
Die Engländer zeigen ganz direkt was passiert, wenn man nicht macht was bestimmt wurde.
Hyde Park.
Denkmal für Vogelarten, die durch den Ausbau von Sydney ihr Zuhause verloren haben.
Obligatorisches Bild vor dem Opera House.
und vor der Harbour Bridge.
Hier die Brücke mit Menschen, die gerade den Harbour Bridge Walk unternehmen.
Feuerwerk im Darling Harbour.
Der berühmte Bondie Beach, hier sind wir am Sonntag den großen Strandtrack gelaufen. In Sydney muss man am Sonntag nur 2.5 Dollar pauschal für den öffentlichen Nahverkehr zahlen – wir haben das ausgiebig genutzt.
Letzter Abend: schnell noch ein paar Liegestütze und ins Hostel.
Und auf dem Weg dahin werden Projekterinnerungen wach.
Fazit: Australien gefällt mir extrem gut. Es gibt sehr viel exzellente Natur und Sydney fühlt sich an wie eine europäische Großstadt (wenn auch ohne sehr alte Schlösser).
Der nächste Bericht kommt dann aus Fiji.
Stefan






























































































Yeah. Sehr anwenderfreundlich. kaum beschwere ich mich, dass wir lange nix gehört haben, folgt der nächste Bericht. Top! Sehr schön geschrieben. Immer auf Preis / Leistung achten, Stefan 😉
Super Reisebericht. Oma hat der Bericht auch gefallen. Vor allem die bunten Vögel fand sie gut.
Viele Grüße Mutti
Mick und ich waren in Sydney am 17. Oktober – aber westlich von der Stadtmitte. Haben Monstertrucks mit seiner Kindern angeguckt. Muss sogar am Donnerstag in Sydney ubernachten wegen arbeit, weiss nicht ob ihr noch hier bist oder schon im Fiji? Freu mich dass ihr in Australian Spass gehabt 🙂
Da werden Erinnerungen wach.. als wäre ich nochmal da gewesen.. so schön!
Hallo ihr beiden,
sehr, sehr beeindruckende Bilder und Erlebnisse! Erst einmal noch von uns der Hinweis, dass wir sehr erleichtert sind, dass der Quallenkontakt gut ausgegangen ist!
Danke auch für die Eindrücke aus eurem Camper – sieht sehr gemütlich aus, sogar mit Kommode! 🙂 Wie bekommt euch denn der Linksverkehr und das Rechtssitzen? Gewöhnt euch nicht zu sehr daran, damit die Umstellung nicht zu bösen Überraschungen hier führt 😀
Das Urban Golf sieht sehr spaßig aus – ihr habt hoffentlich alle Fenster heil gelassen!
Genießt eure Reise weiterhin so intensiv!
Viele Grüße aus Hamburg
Franzi und Micha